Al Hussein e. V. Trier
 

Trier Let’s Talk – Veranstaltungsreihe des Al-Hussein Vereins in Trier

Wir laden Sie zu einer Vortragsreihe gegen Extremismus ein. Des Weiteren möchte unser Verein zum interkulturellen Dialog einladen.

Wir bieten das Projekt „Trier Let`s Talk“ für Jugendliche sowie pädagogische und interessierte Fachkräfte an. Die Veranstaltungen werden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Träger ist der Al-Hussein Verein.

Termine immer von 15 - 18:30 Uhr im Bürgerhaus Trier Nord.

27.10.2018

Ambiguitätstoleranz im Islam (für Jugendliche und ggf. Interessierte Fachkräfte)

Referentin: Misbah Arshad (Projekt Leitplanke RLP)

In den vergangenen Jahren konnte ein rasanter religiöser Extremismus beobachtet werden. Das Projekt reagiert genau auf diese Problemlage. Die Gespaltenheit der Jugendlichen, die unter anderem durch das Aufwachsen in mehreren Kulturen entstanden ist, bietet ein Nährboden für Radikalisierung. Der Salafismus bietet hier ein Auffangbecken für z.B. verunsicherte Jugendliche. Es liegt eine unzureichende Aufklärung der Jugendlichen sowie zu wenig Expertenwissen vor. Die muslimischen Vereine haben eine wichtige vermittelnde Rolle als Akteur vor Ort.

Frau Misbah Arshad beschreibt in ihrem Vortrag wie ambiguitätstolerante Menschen auf zwischenmenschliche Widersprüchlichkeiten und kulturell bedingte Unterschiede reagieren. 

Bilder der Veranstaltung, hier

17.11.2018

Rechtspopulismus und Folgen für Muslime (für Jugendliche und ggf. Interessierte)

Referent: Mustafa Cimit (Projekt Leitplanke RLP)

Die Ergebnisse der letzten Wahlen in Europa zeigen sehr deutlich, dass der Rechtsruck eine deutliche Sprache spricht. Dabei spielt das Thema Islam und Muslime eine zentrale Rolle bei diesen Wahlkämpfen. Mit Kritik am Islam und Muslimen, die teilweise an der Grenze der Meinungsfreiheit oder aus muslimischer Perspektive sogar manchmal deutlich darüber liegen, werden politische Parolen geschwungen, um Stimmen bei den europäischen Wählern zu gewinnen. Der Religionswissenschaftler und Pädagoge Mustafa Cimşit engagiert sich Jahren für die erfolgreiche Integration der Muslime in Deutschland. Gemeinsam mit den Teilnehmern wird er die Hintergründe dieser Entwicklung durchleuchten und Möglichkeiten für die Aufklärung der Bevölkerung über Islam und Muslime aufzeigen.

Bilder der Veranstaltung, hier.

 

01.12.2018

Islam und seine Stellung zu Terrorismus und Gewalt (für Jugendliche und ggf. Interessierte)

Referent: Mehdi Chahrour, Mahdi e.V.

Kaum ein Thema wurde medial so intensiv behandelt, wie die Frage nach dem „islamistischen“ motivierten Terror.

Dass die Mehrheit der Opfer muslimisch ist, und der Terror mit dem Kern der islamischen Religion konterkariert, ist den wenigsten bekannt.

In diesem Workshop werden wir einen Blick auf einige islamische Quellen werfen, aber auch die mediale Aufarbeitung dieses Themas untersuchen. 

Bilder der Veranstaltung, hier.

 

08.12.2018

Islam, Islamismus und Salafismus: Islam und muslimische Religionsausübung kennen und von (salafistischer) Radikalisierung abgrenzen können (pädagogische und interessierte Fachkräfte)

Referentin: Franziska Madmouj, Projekt „extrem engagiert“.

Der Neo-Salafismus, die jüngste Form des religiös begründeten Extremismus, stellt vor allem pädagogische Fachkräfte immer wieder vor einer großen Herausforderung.

Für den Umgang mit gefährdeten oder bereits betroffenen Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden benötigen Fachkräfte ein tiefgehendes Verständnis für dieses Phänomen.

Die Dipl. Sozialarbeiterin Franziska Madmouj wird den Teilnehmer/-innen grundlegende Informationen zum Thema Neo-Salafismus und Radikalisierung vermitteln und anschließend mit ihnen gemeinsam über Handlungsmöglichkeiten sprechen.

Bilder der Veranstaltung, hier.